Posie Graeme-Evans ist sozusagen der “Kopf” von McLeod´s Töchter, ohne sie gäbe es weder den Film noch die Serie, daher gebührt ihr auf jeden Fall ein Plätzchen auf der Website.

Die Texte “Über Posie” + “Über McLeod´s Töchter” stammen von ihrer Website, sie hat mir erlaubt diese zu übersetzen und zu verwenden

Posie Graeme-Evans

Über Posie

Über McLeod´s Töchter

Über die Soundtrack´s

Filmografie

Fragebogen

Posie hat mir einen Link zu einer Seite gemailt, wo man ein kleines Video von bzw. mit ihr anschauen kann. Aufgenommen auf “Drover´s”. Sie erzählt über ihre Anfänge beim Fernsehen und über ihre Bücher.
Ihr findet das Video HIER

Über Posie

 

Zurück bis zum Anfang

Ich wurde in England geboren, hatte aber eine verrückte Kindheit, lebte auf der ganzen Welt und war an mindestens 12 Schulen. Mein Vater, Frank, ein stolzer Tasmanier – für diejenigen, die noch nie dort waren: Tasmanien ist eine Insel und ein Bundesstaat Australiens südlich des Hauptkontinents, kein selbständiges Land – war ein Spitfire Pilot im Zweiten Weltkrieg und führte seine Karriere in der Royal Air Force bis Mitte der 60er Jahre fort. Meine Mutter, Eleanor Graeme-Evans, war eine Schriftstellerin – wenn ich Schreib-Gene habe, dann kommen sie wohl von ihr. Als eindrucksvolle Golferin, Konzert-Pianistin, Violinistin und große Party-Gastgeberin begann Eleanor wesentlich früher mit dem Schreiben als ich. Als junge Frau Anfang zwanzig wurden bereits vor dem Krieg drei ihrer Romane in London herausgegeben. Darauf folgte ein abenteuerreiches Leben mit meinem Vater. Ihr letzter Roman „From Sarah to Sara“ wurde herausgegeben, als sie Ende achtzig war.

Als Kind hasste ich das viele Umziehen mit meinen Eltern, doch eine solche Kindheit ist ein wertvolles Geschenk für eine Schriftstellerin. Jedes Mal beginnst du von vorne und musst dir wieder deinen Platz erneut erkämpfen, um akzeptiert zu werden. Und dadurch wirst du zur guten Beobachterin, besonders, wenn du wissen möchtest, warum die Leute so sind, wie sie sind. So war und so bin ich.

Außerdem verbrachte ich viel Zeit alleine beim Lesen und tauchte in eine Fantasie-Welt ein:  CS Lewis, Märchen, Mythen sowie alle Bücher Tolkien’s waren von leidenschaftlichem Interesse für mich. Ich wollte so sehr an den Orten leben, über die sie schrieben, so sehr um eine Straßen-Ecke biegen oder durch eine Haustür gehen und dort eine komplett andere Welt finden. JK Rowling versteht diese Sehnsucht – und wir alle lieben deshalb ihre Bücher.

Dadurch, dass ich bis ich bis zum Alter von zwölf oder so war immer mal wieder in England lebte, prägte sich diese Landschaft mit ihren Gebäuden, dem Himmel und den Jahreszeiten tief in meine Seele.

Und, da Australien – wo ich jetzt lebe – die meiste Zeit des Jahres einen so hellen, harten Himmel hat, versuche ich, mich in diese Fantasiewelt aus meiner Kindheit zu flüchten. Die Leute glauben, ich sei verrückt, wenn ich behaupte, dass ich den Winter mag oder Regentropfen auf dem Fenster oder das Geräusch, wenn der Wind durch ein altes Gemäuer pfeift, doch all dies bereitet mir Vergnügen. Sehr unaustralisch!

Fast mein gesamtes Erwachsenen-Leben lang habe ich für’s Fernsehen gearbeitet. Zuerst in Neuseeland – ich zog dort mit meinem ersten Ehemann, der zu dieser Zeit Töpfer war, und unserer kleinen Tochter umher – und später in Australien.

Ohne dieses Ziel vor Augen gaben mir diese vielen verschiedenen Jobs, die ich in der Filmindustrie über die Jahre gehabt hatte, eine gute Basis für das Geschichten-Erzählen. Meinen erster Job beim Fernsehen hatte ich in Neuseeland bei einer neuseeländischen TV-Serie, die „A going Concern“ hieß und wo ich als „Standby Prop“ beschäftigt wurde. Dies ist die Person, die während des Filmens dafür sorgt, dass z.B. die Torte, die die Schauspieler während einer Szene aufschneiden oder der Blumenstrauß, den ein Character dem anderen gibt oder das Buch, das sie während des Drehs lesen sollen, vorhanden sind…

Ein wenig später wurde ich als nächstes in Tasmanien Ton-Assistentin und Cutterin. Ich fand, dass dies nicht die Berufung meines Lebens war, doch ich lernte ernorm viel dabei. Nach einigen Jahren im Synchronisations-Geschäft und unzähligen Filmen lernte ich so nebenbei wie Bild und Ton zusammengehören und bekam so nebenbei das Wissen, wie man eine Geschichte in Bildern erzählt. Kurz gesagt: ich lernte Regie zu führen, ohne es selbst zu merken.

Darauf folgte eine Zeit bei der ABC (der australischen Broadcasting Kommission), zuerst als Regisseurin und Vor-Ort Produzentin für Nachrichten und Aktuelles, dann im Bereich Sport, danach Drama und schließlich als Produzentin.

Mein erster großer Durchbruch als Produzentin war für die australische Serie „Sons and Daughters“ von Grundy Television. Danach kam die große klassische, australische TV.-Serie “Rafferty Rules”. Ich liebe diese Serie noch heute. Tolle Drehbücher, tolle Schauspieler… Und wiederum: ich lernte soviel dabei!

Meine erste Serie für Kinder "Elly and Jools", eine Geister-Geschichte, folgte als ich für Southern Star, einer großen, unabhängigen Gesellschaft in Sydney, arbeitete. Andrew, mein zweiter Ehemann und ich, gründeten dann unsere eigene Gesellschaft und wir hatten das Glück, in den letzten Jahren recht erfolgreich zu sein.

In den neunziger Jahren produzierten wir einige Kinder- und Familien-Serien, die Preise gewannen, u.a. "The Miraculous Mellops" und "Mirror Mirror"  – und beide wurden auch international ausgestrahlt. Dann, im Jahr 1997 produzierte ich für Nickelodeon, Showtime and Hallmark den Fernsehfilm „Doomrunners“ mit dem Titelhelden Tim Curry.

1998 war ein tolles Jahr. Es war das Jahr in dem Helena Harris (Kreativ-Produzentin von Bananas in Pyjamas“) und ich den Pilotfilm für "Hi-5". – einer Serie, die in der ganzen Welt zur Legende wurde, drehten. Vorschüler aller Länder, vereinigt euch!

In 2001 wurde endlich "McLeods Daughters" von Nine Network, Australiens wichtigster TV-Gesellschaft, in Auftrag gegeben, nachdem in 1996 der Pilotfilm entstanden war. (Ich hatte bereits 1992 die Idee dazu Nine Network angepriesen. Es geht halt immer um die Finanzierung!).

Im gleichen Jahr hatte ich die Ehre, die Eröffnungsrede für den „australischen, unabhängigen Produzenten des Jahres“, der von den australischen Filmproduzenten vergeben wird, zu halten.

Ein Jahr später, in 2002, wurde ich im Variety Magazin in der Liste der „Zwanzig wichtigsten Frauen in Film und Fernsehen“ geführt. Ich war überwältigt, im gleichen Jahr wie Meryl Streep genannt zu werden.


Und dann folgten die Bücher…

Kurz vor Weihnachten 2002 erschien in Australien mein erstes Buch der „Anne“-Trilogie, "The Innocent", gefolgt von "The Exiled" zu Weihnachten 2003. Beide wurden von Simon und Schuster, Australien, herausgebracht und stürmten die australischen Bestseller-Listen.

Die Eigendynamik setzte sich in Gang. Im März 2004 wurde „The Innocent“ von Simon und Schuster in den USA herausgegeben und „The Exiled“ im Juni 2005, zusammen mit einer Neuauflage von „The Innocent“. Während ich dies schreibe, wird „The Innocent“ nochmals in den USA in einer Spezialausgabe aufgelegt. Im März folgte in Großbritannien „The Innocent“ und im Oktober 2005 „The Exiled“, beide von Hodder und Stoughten herausgegeben. Goldmann gab in Deutschland „The Innocent“ in einer übersetzten Version im Juli 2005 heraus und seit 2006 werden die Bücher im gesamten Commonwealth von Hodder aufgelegt.

In Australien erschien im November 2005 „The Beloved“. Das letzte Buch in der Triologie bisher (obwohl Fans mich bereits über eine Fortsetzung nachdenken lassen, da sie nicht aufhören zu fragen, wie es weiter geht). Als Hardcover wird „The Beloved“ Mitte März in Grobritanien herausgegeben und in den USA wird das Buch als „The Cuncrowned Queen“ im Juni 2006 erscheinen.

Mehr zu den Büchern findet ihr HIER

So, und jetzt sind wir bereits fast in der Gegenwart. Vielleicht zieht’s mich auch noch einmal zum Fernsehen, doch zur Zeit nimmt mein nächstes Buch mit dem Arbeitstitel "Freya Dane" all’ meine Zeit in Anspruch. Ich habe so einen Spaß dabei, dafür zu recherchieren!

So, das wär’s soweit. Danke für den Besuch meiner Webseite. Ich warte auf dein konstruktives feedback.

Mit besten Grüßen
Posie Graeme-Evans, Sydney, Januar 2006

 

McLeod´s Töchter - Der lange Weg von der Idee bis zum Bildschirm

 

Manchmal passiert es, dass es eeeewig dauert, bis eine TV-Serie auf den Bildschirm kommt - nur, weil sie sehr kostspielig ist.

Die Idee zu McLeod’s kam mir durch ein Foto. Es war ein ganz einfaches Bild: ein paar ganz normale Mädchen, die sich über ein Lattentor lehnten, mit Rindern die rastlos durch den Staub im Vordergrund liefen. Hitze und Licht und Staub.

Und alle Mädchen trugen diese berühmten „Akubras“ – die Cowboyhüte der australischen Buschmänner – ihre Gesichter waren im Halbschatten, doch sie lachten alle – ein großes, strahlendes Lachen – und hinter ihnen ein kobaltblauer Himmel.

Das war der Moment, als mir die Idee kam. Ein Haufen Frauen, die eine Rinderfarm betreiben – das war das Konzept, das ich Ende 1992 Nine Channel in Australien vorschlug. So simpel, dass du das Bild sofort vor dir siehst – so was hilft immer, wenn du versuchst, eine große Serie zu verwirklichen!

Und dann begann der lange, lange Weg, die Idee zu realisieren.

Es dauerte bis zum Muttertag 1996, bis der Pilotfilm, den ich produziert hatte, über die Bildschirme Australiens lief. Doch als er ausgestrahlt wurde hatte er die höchsten Einschalt-Quoten aller TV Spielfilme, die jemals in Australien gezeigt wurden. Andrew und ich jubelten!

Doch, wenn wir geglaubt hatten, dadurch eine Spin-off-Serie zu bekommen, lagen wir falsch. Es dauerte nochmals fünf Jahre, bis wir genügend Geld zusammen bekommen hatten, um grünes Licht von Network zu erhalten – und während dieser Zeit entwickelten und schrieben wir das Drehbuch viermal um Frustrierend langsam, doch wahrscheinlich war es genau dieses ausgereifte Konzept, denn als die Serie endlich im August 2001 startete, stürmten wir alle Quotenrekorde. Wir waren unheimlich glücklich darüber

Jetzt, wo bereits die sechste Staffel läuft, entwickelt sich die Serie immer besser und wird überall auf der Welt gezeigt – so etwa 200 „Territories“ waren es bei der letzten Zählung. Und ich habe auch das Glück, Co-Autorin der Songs für die Serie zu sein – zusammen mit Chris Harriott, dem Musikdirektor (er komponiert, ich schreibe die Texte). Zwei Alben wurden bisher heraus gebracht und das erste hat sogar Platin Status,  das zweite ist dicht davor. Chris, das unterbewertete Genie, schreibt auch die Musik für Hi-5. Er ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit und ein alter Freund von mir. In 1988 arbeiteten wir erstmals an Elly und Jools zusammen.

Heute drehen wir die Serie noch immer dort, wo wir auch den Pilot-Film gefilmt haben. Wir drehen 100% vor Ort – absolut keine Kulissen – in und bei einem wunderschönen alten Sandstein-Gebäude, das am Rande des großartigen Barossa Valleys in Südaustralien steht. Und, sobald das Ende der sechsten Staffel ausgestrahlt wurde, werden wir 170 einstündige Episoden gemacht haben. Darauf sind wir alle sehr stolz.

Über den 1. Soundtrack zu McLeod´s Töchter

 

Für mich war das Schreiben der Lieder für McLeod's Töchter eine emotionale Reise mitten in das Herz der Serie und in die Charaktere derer, die wir alle inzwischen so lieben. Mir war von Anfang an klar, dass Chris Harriot und ich die Lieder brauchen würden, um in die Seelen von Claire, Tess. Meg, Jodi, Becky, Nick und Alex schauen zu können. Die Lieder drücken aus, was die Charaktere fühlen aber nicht aussprechen können, fast wie ein Werkzeug innerhalb der Episoden. Und während Chris und ich an den Liedern arbeiteten, wurden sie zu noch mehr als nur das: sie halfen uns dabei, selbst zu erforschen, was wir alle fühlen und auszudrücken, was wir alle sagen wollten.

Die Zusammenarbeit zwischen Chris und mir während des Lieder-schreibens war einfach und problemlos denn wenn’s klappt, dann passieren diese Wunder. Ich brauche nur eine stille Stunde oder so, in der ich an die Landschaft denke, in der wir filmen, das Licht auf den Bergen, die Gesichter der Frauen…und sehr oft fallen mir die Texte über einen bewegendes Thema ein, das ich selbst so nicht erwartet hätte. Dann schicke ich, was ich geschrieben habe, an Chris und die Texte inspirieren ihn so, dass er oft die Musik bereits im Kopf hört, bevor er zu Ende gelesen hat. Dann spielt er mir die Musik vor und meistens bekomme ich diese Melodie nicht mehr aus dem Kopf!

Ich hatte das Privileg und die Freude, diese Lieder zusammen mit Chris zu schreiben, die so sensibel von Rebecca interpretiert wurden. Ich wünschte nur, mehr Zeit zu haben, um noch mehr zu schreiben!

Posie Grame-Evans über die Texte vom 1. Soundtrack zu McLeod's Töchter, entnommen dem Booklet des 1. Soundtracks (übersetzt von Surfdog, 2006)
 

Über den 2. Soundtrack zu McLeod´s Töchter

 

Ich möchte nur sagen, wie viel Spaß ich beim Schreiben der meisten Lieder für dieses Album hatte – sogar noch mehr als beim ersten.

Wir kennen diese Charaktere inzwischen so gut und es fühlt sich so natürlich an, sich hinzusetzen, die Augen zu schließen und zu fühlen, was sie fühlen. Ich glaube, die Texte sind im Laufe der Zeit immer einfacher geworden und das kommt mir richtig vor. Ich liebe es, sie zu stutzen und auf den Punkt zu bringen, bis sie der Wahrheit näher und näher kommen, falls das möglich ist.

Dass die Songs so gut ankommen liegt daran, dass wir alle die gleichen Dinge empfinden – Liebe, Verlust, Sehnsucht, Freude und Trauer umgeben uns ständig.

Und dann, sobald Chris die Musik zu den Texten komponiert hat, ist es wie eine Offenbarung für mich. Jedes Mal so richtig und direkt – und wirklich unvergesslich.

Das ist ein eine großartige Gabe – einzigartig – mit Musik Emotionen ausdrücken zu können. Es gibt keinen wie Chris.

Und Rebecca fühlt sich so wohl mit dem, was Chris und ich schreiben. Ihre Peformance berührt mich jedes Mal wieder. Das Publikum, das McLeod’s liebt, verdient diesen Genuss!

Posie Grame-Evans über die Texte vom 2. Soundtrack zu McLeod's Töchter, entnommen dem Booklet des 2. Soundtracks (übersetzt von Surfdog, 2007)

(c) Originaltext:  Posie Graeme-Evans   /   (c) Übersetzung: MLT Page

Produzentin - Filmografie

2006

THE ALICE
- Episode # 1.21

 

Ausführende Produzentin

2005

Little Oberon

 

Ausführende Produzentin

2005

You and your stupid mate

 

Ausführende Produzentin

2005

The extra

 

Ausführende Produzentin

2004

MCLEOD´S DAUGHTERS

MCLEOD´S TÖCHTER

Produzentin / Ausführende Produzentin

2004

Big Reef

 

Ausführende Produzentin

2004

PARALLAX
- unbekannt für wie viele Episoden

 

Ausführende Produzentin

2004

The Alice (TV-Movie)

 

Ausführende Produzentin

2004

Under the Radar

 

Ausführende Produzentin

2003

HI-5

 

Ausführende Produzentin

2001

CUSHION KIDS

 

Produzentin

1998

 STINGERS
- unbekannt für wie viele Episoden

 

Ausführende Produzentin

1997

Doom Runners

Flucht aus Sektor 7

Produzentin

1997

MIRROR, MIRROR (2)
- unbekannt wie viele Episoden

 

Produzentin

1996

McLeod´s Daughters (TV Movie)

McLeod´s Töchter - Der Film

Produzentin

1995

MIRROR, MIRROR

 

Ausführende Produzentin

1991

The miraculous mellops

 

Produzentin

1990

Elly & Jools

 

Produzentin

1987

RAFFERTY`S RULES
- unbekannt für wie viele Episoden

 

Produzentin

 

Verschiedenes

2001

MCLEOD´s DAUGHTERS

MCLEOD´S TÖCHTER

Songtexte

1997

Doom Runners

Flucht aus Sektor 7

Drehbuch + Story Herausgeberin

1996

McLeod´s Daughters (TV Movie)

McLeod´s Töchter - Der Film

Drehbuchbetreuerin

1995

MIRROR, MIRROR

 

Drehbuch Herausgeberin

1990

Elly & Jools

 

Drehbuch Herausgeberin

 

Writer

2004

MCLEOD´s DAUGHTERS
- Love interrupted

 

Co-creator

1998

HI-5

 

Autorin

1995

MIRROR, MIRROR

 

Story


Fragebogen, ausgefüllt von Posie
(c) Rob1969

Ausgefüllt 2008